Auf der diesjährigen Hauptversammlung des Verbandes kartographischer Verlage in Deutschland e.V.(VKViD) wurde intensiv der Wandel der Produktion von kartografischen Erzeugnissen diskutiert. Um der großen Nachfrage nach geobasierten Informationen adäquat nachzukommen produzieren viele Häuser zunehmend datenbankgestützt und GIS-konform und sie geben dabei die bis dahin graphisch überlegenen DTP-Software Programme, wie Adobe Freehand etc., auf. Die optische Qualität und Nutzerfreundlichkeit einer Karte, ob elektronisch oder gedruckt, leidet darunter enorm. Es wurde beschlossen gemeinschaftlich mit der Hochschule München, Fakultät für Geoinformation, und dem Dachverband Deutsche Gesellschaft für Kartographie (DGfK) den Einfluß auf die Produktpolitik der GIS-Hersteller zu erhöhen.



Bei den leidigen und unverständlichen Klagen mancher Landesvermessungsämter ist die nicht unberechtigte Hoffnung, dass diese sich aufgrund von Projekten wie OpenStreetMap oder anderer Wiki-Projekte als nicht verfolgenswürdig erachtet werden. Der Verband fordert hier Rechtsklarheit für seine Mitglieder und stellt besorgt fest, dass Kläger und Gericht dem gleichen Dienstherrn unterstellt sind.

Als Vorstand wurden Michael Menzel (iPUBLISH) als 1. Vorsitzende und Bernhard Spachmüller (vom selbigen Ingenieurbüro) als 2. Vorsitzender bestätigt. Neu in das Amt des Schatzmeister wurde Wolfgang Kolb (MairDumont) gewählt. Ausgeschieden ist Dagmar Ludewig (Busche Verlagsgesellschaft).

Eine Informationsbroschüre über den Verband und zu der Situation der gewerblichen Kartographie ist unter Email erhältlich.